Ohne Körper ist der Wind,
ohne Körper sind Wolke, Blitz und Donner.
So wie sich diese erheben ins höchste Licht
und jedes in eigener Form sich zeigt,
so erhebt sich das Selbst ins höchste Licht
beim Tod des Körpers
und zeigt sich in seiner eigenen Form.
Erlangen alle das Nirwana?
Nicht alle erlangen das Nirwana.
Doch wer sich richtig verhält,
wer die zu wissenden Dinge weiß,
die zu begreifenden Dinge begreift,
die aufzugebenden Dinge aufgibt,
die durchzuführenden Dinge durchführt,
die zu verwirklichenden Dinge verwirklicht,
der erlangt das Nirwana.
Wir sind in diese Welt gekommen,
nicht nur, daß wir sie kennen,
sondern daß wir sie bejahen.
Es gibt einen Weg, eine Prüfung zu bestehen,
man muß sich ihr stellen.
Dies ist unumgänglich.
Mehr wert als hundert Jahre lang das
Auf und Ab nicht zu sehen ist ein
Tag des Lebens, an dem man das
Werden und Vergehen schaut.
Jedes Kind kommt auf die Erde mit der Botschaft,
daß Gott den Glauben an die Menschheit
nicht verloren hat.
Säe einen Gedanken, und Du wirst einen Tat ernten;
säe eine Tat, und Du wirst eine Gewohnheit ernten;
säe eine Gewohnheit und Du wirst einen Charakter ernten;
säe einen Charakter, und du wirst ein Schicksal ernten.
Man soll mit dem zufrieden sein,
was man aufgrund seinesKarmas zugeteilt bekommt,
denn Unzufriedenheit kann niemals Glück bringen.
Jemand, der nicht selbstbeherrscht ist,
wird nicht einmal dann zufrieden sein,
wenn er die ganze Welt besitzt.
Während das Lebewesen, das aufgrund seines Karma
dem Kreislauf von Geburt und Tod unterworfen ist,
immer wieder neue Lebensformen annimmt,
erreicht es durch glückliche Umstände manchmal
die menschliche Form.
Diese Geburt als Mensch wird nur selten erlangt.
Religion ist das, was wir mit uns tun
wenn wir allein sind.
Alle meine Erfahrungen haben mich davon
überzeugt, es keinen anderen Gott gibt
als die Wahrheit.
Macht können wir durch Wissen erlangen,
aber zur Vollendung gelangen wir
nur durch die Liebe.
Jede dunkle Nacht hat ein
helles Ende.
Alles ist nichts und nichts ist alles.
Was hat dies für eine Bedeutung?
Es hat keine Bedeutung,
und es bedeutet doch alles.
Wer die Technik beherrscht,
ist noch kein Meister.
Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt
nicht darin, was er Dir offenbart, sondern
in den was er Dir nicht offenbaren kann.
Wenn Du ihn daher verstehen willst, höre nicht
auf das, was er sagst, sondern vielmehr
auf das, was er verschweigt.
Alles was geschieht und uns zustößt, hat einen Sinn,
doch ist es oft schwierig, ihn zu trennen.
Auch im Buch des Lebens hat jedes Blatt zwei Seiten.
Die eine, obere, schreiben wir Menschen
mit unserem Plänen, Wünschen und
Hoffen, aber die andere fällt die Vorsehung, und was
sie anordnet, ist selten unser Ziel gewesen.
Wenn die Töpfe zugrunde gehen,
was wird dann aus dem Raum im Topf?
Er zergeht in dem Weltenraume - unsere
Seele in der Seele des Alls.
Das Geheimnis der Schöpfung ist erhaben
wie das Dunkel der Nacht.
Die Täuschungen der Wissenschaft sind
wie der Nebel des Morgen.
Der Berg hat Höhe zwar, doch Tiefe keine,
Dem Meer ist Tiefe, Höhe nicht gegeben,
Dies beides hat der weise Mann alleine,
Drum geh nicht über ihn in diesem Leben.
Die Seele ist die Brücke,
die zur Unsterblichkeit führt.
Die ersten Schritte sind wertlos wenn der Weg nicht
zu Ende gegangen wird.
Geh zu deines reichen Freundes Haus,
wenn du gerufen bist!
zu des armen Freundes Haus geh ungerufen.
Wenn ihr eure Türen allen Irrtümern verschließt,
schießt ihr die Wahrheit aus.
Solange ein Mensch sich nicht aus eigenem freien Willen
an letzte Stelle stellt unter seinen Mitgeschöpfen,
ist kein Heil für ihn - Gewaltlosigkeit ist
der äußerste Grad von Demut.
Das Absolute gleicht dem Lichte der Lampe
Bei solchem Lichte vermögt ihr
die Heiligen Schriften zu lesen,
aber beim gleichen Lichte könnt ihr auch
Unterschriften fälschen - Die Sonne leuchtet
in gleicher Weise dem Bösen
wie dem Guten.
Wer einen Feind zum Freunde wählt,
der ihn an Stärke übertrifft, der nimmt, das ist ganz zweifellos,
der nimmt aus eigenem Antrieb Gift.
Gegenseitige Duldung ist eine Notwendigkeit für alle
Zeiten und Rassen - Duldung erfordert nicht,
daß ich das, was ich dulde, auch billige.
Der Wurm findet es merkwürdig und töricht,
daß der Mensch seine Bücher nicht frißt.
Die Wahrheit führt Freunde zusammen
und entzweit sie auch.
Liebe ist eine Oase im Herzen,
die von der Karawane des Denkens
nie erreicht wird.
Freiheit ist eine Lebensform, und wenn wir
ihrer beraubt werden, so ist es leicht
möglich daß wir sie ganz
vergessen.
Männer, die wirklich heldenhaft handeln,
rühmen sich ihrer Verdienste nie.
Feuer brennt lautlos, und
ohne Lärm scheint die
Sonne.
Bevor ein Kind mit dem Alphabet und anderem Wissen
von der Welt befaßt wird, sollte es lernen, was die
Seele ist, was Wahrheit und Liebe sind.
Wie man im Lebenskampf Haß durch
Liebe, Unwahrheit durch Wahrheit,
Gewalt durch eigenes Leiden besiegt.
So wie an eines Rades Speichen der Radkranz
und die Speichen in die Radnabe sich fügen,
so sind die Objekte und Organe der Sinne
in den Atem gefügt, der bewußt macht
das innerste Wesen, das Selbst, die Seele,
die Wonne, die nicht altert, nicht stirbt.
Durch gute Werke wird sie nicht erhöht,
durch schlechte Werke wird sie nicht gemindert,
sie läßt den gute Werke tun,
den sie aus dieser Welt emporführen will,
sie läßt den schlechte Werke tun,
den sie von dieser Welt hinunterführen will.
Sie ist die Hüterin der Welt,
die oberste Herrscherin der Welt,
sie ist meine Seele.
Ich bin mir meiner Unvollkommenheit schmerzlich bewußt,
und in dieser Erkenntnis liegt die ganze Kraft,
die mir zu Gebote steht, denn es ist
selten, daß ein Mensch seine
Grenzen kennt.
Weil gute oder schlechte Wirkungen durch gute oder
schlechte Motivationen verursacht werden,
ist die Kultivierung einer uneigennützigen
Motivation von allergrößte
Bedeutung.
Der Strom der Wahrheit fließt durch Kanäle
von Irrtümern.
Man meide gleich von Anfang an mit allen vertrauten
Umgang, die uns nicht gefallen.
Unerforschlich ist Dein Weg, o Höchster,
der voll Mitleid über allem waltet,
der unnahbar, nicht zu ergründen
alle Dinge wunderbar gestaltet.
Auch durch den kleinsten Riß kann
Unglück eindringen.
Drei Kräfte wirken zusammen und zeitigen Ergebnisse.
Es sind dies Schicksal, Zufall und Bemühung.
Bemühung ist die Voraussetzung
für alles Gute.
Wen immer wir lieben, in dem haben wir
unsere eigene Seele im höchsten
Sinn gefunden.
Wer nicht an sich selbst glaubt,
kann auch niemals
an Gott glauben.
Könnten wir die ganze Wahrheit schauen, so wären wir
nicht mehr bloß Sucher, sondern eins mit Gott.
Aber da wir bloß Sucher sind, suchen wir
weiter, unserer Unvollkommenheit bewußt.
Liebe zu erblicken vermag, wer seine Glut nicht verlöschen läßt,
wer die Flamme der Liebe als heilige Fackel hochhält
und sich auf seinem Lebensweg von ihr leiten läßt,
dem erfüllt sich der Zweck des Lebens.
Schwer ist die Geburt zum Menschen, schwer des
Menschen Gang und Werde.
Schwer hört man die Wahrheit.
Selten kommt ein Buddha auf die Erde.
Der Sieg der Materie über die Menschlichkeit
ist das Grundübel unserer Kultur.
Wissen, nicht das Auge Sicht verleiht;
Tugend adelt, vornehme Geburt mitnichten!
Wahrer Reichtum ist Genügsamkeit,
Weisheit heißt, auf Unerreichbares verzichten.
Der Fisch im Wasser schweigt, das Tier auf der Erde lärmt,
der Vogel in der Luft singt.
Aber der Mensch hat in sich das Schweigen der See,
den Lärm der Erde und die Musik der Lüfte.
Immer weicht das Ziel vor uns zurück.
Je größer der Fortschritt, um so größer
die Erkenntnis unseres Unwertes.
Die Genugtuung liegt im Streben,
nicht im Erreichen.
Die Rose ist unendlich viel mehr
als nur eine errötende Entschuldigung
für ihre Dornen.<
Keine Seele entsteht jemals, kein Entstehen
ist in der ganzen Welt,
das ist die höchste Heilswahrheit,
daß es nirgends ein Werden gibt!
Der Mensch ist nicht Erzeugnis der Sinneswelt, und der
Endzweck seines Daseins kann in derselben nicht
erreicht werden. Seine Bestimmung geht über
Zeit und Raum und alles Sinnliche hinaus.
Die stärkste, schönste und geheimnisvollste Kraft
des Menschen und die Oase des Lebens
ist die Hoffnung.
Das Universum kann man nicht so erforschen, wie man
sich selbst erforschen kann. Erkenne dich selbst,
dann erkennst du das Universum.
Schildkröten können mehr über die Straßen
erzählen als Hasen.
Ein Tropfen Wasser nur verdirbt einen ganzen
Eimer Honig.
Der Mensch strebt danach,
das Leben außerhalb seiner selbst zu finden,
und begreift nicht,
daß das Gesuchte in ihm selber liegt.
Jedem, der geboren wurde, ist der Tod gewiß,
und jedem, der stirbt, ist die Geburt gewiß.
Sagt, wo finden wir das Glück und die Krone
unseres Strebens?
Ach, nur einen Augenblick währt die Blüte
unseres Lebens.
Von den Kümmernissen der Welt sich berühren fassen,
ohne zu verzweifeln, frei von Leidenschaft und
voller Friede sein, das bringt höchstes Heil.
Wenn einer tausend mal tausend Mann in Schlachten
besiegt hat, und wenn ein anderer sich selbst
besiegt hat, so hat dieser den größten
Sieg errungen.
Kein Mensch ist so schlecht, daß er außerhalb
jeder Möglichkeit der Erlösung stünde. Auf
der anderen Seite ist aber auch kein Mensch
so vollkommen, daß er das Recht hätte,
den vorgeblich Unverbesserlichen
zu vernichten.
Freudlos erwiesener Dienst hilft keinem. Doch
alle anderen Vergnügen und Besitztümer
verblassen und werden zu nichts gegenüber dem
Dienst, der im Geist der Freude getan wird.
Gott beherrscht und besitzt alles Beseelte und
Unbeseelte im Universum. Der Mensch soll
daher nur die Dinge annehmen, die er
braucht und die ihm als Anteil zur
Verfügung gestellt sind. Er soll nicht
nach dem Eigentum anderen trachten.
Wenn man die Spitze eines Haares hundertfach spaltet und
ein Hundertstel in hundert Teile teilt, solch ein Teilchen
ist die individuelle Seele. Und diese ist zu
unendlicher Größe fähig.
Es ist eine unzweifelhafte Wahrheit, daß der Mensch nicht
ein losgelöstes Wesen, sondern ein Teil des
Universum ist, und wenn er dies
erkennt, wird er groß.
Rechtschaffen handeln, die Schönheit lieben,
demütig im Geiste der Wahrheit dahinwandern,
dies ist die höchste Religion.
Was haben wir Toren nicht alles getan im Leben, dem
Leben zuliebe, das so kurz ist wie die flüchtige
Bahn da Tropfens am Lotostriebe.
Betrachte jeden Baum und merke, auf jedem
Baum ist jedes Blatt ein Blatt von einem
Buch, darin der Herr der Stärke
die Schöpfung aufgezeichnet hat.
Hier steigt der Mond, der Pflanzen Fürst, hinauf am
Abendberge zu den höchsten Spitzen, und dort
beginnt die Sonne ihren Lauf, verkündigt
durch des Morgenrotes Blitzen.
So lenkt der Auf- und Niedergang der beiden
die Welt im Wechsel stets von Lust und Leiden.
Im Anfang -
Da war weder Sein noch Nichtsein; nicht war Luft,
noch ein Himmel darüber.
Gab es etwas, das verbogen lag, und wo?
Unter welcher Hülle?
Gab es Wasser dort, unermeßlich tief? Nicht war
Tod oder Unsterblichkeit;
von Tag und Nacht kein Anzeichen.
Das eine atmete ohne Atemluft aus eigenem
Antrieb.
Nur das, nichts sonst war.
Es war mir immer ein Rätsel, wie Menschen
sich durch die Demütigung ihrer
Mitmenschen geehrt fühlen können.
Jeder Mensch komponiert die Musik seines Lebens.
Wenn er einen anderen verletzt, zerstört er die
Harmonie und bringt einen Mißklang auch in
die Melodie seines eigenen Leben.
Freundschaft mit der ganzen Welt ist mein Ziel
und mit der größten Liebe kann ich den
härtesten Widerstand gegen das
Unrecht verbinden.
Die Menschen werden alle
keine hundert Jahre alt,
und machen sich doch Sorgen für
zehntausend Jahre.
Hebe deine Augen auf,
und du wirst die Sterne sehen!
Am reichsten sind die Menschen,
die auf das meiste verzichten können.
Der Weg ist so reich an Gefahr,
doch Liebe hat siegende Waffen.
Man soll den Menschen nicht Fische geben,
sondern zeigen, wie man angelt.
Die Kraft der Liebe und des Mitleids ist
stärker als die Macht der Waffen.
Gott ist dem Wunschbaum gleich: wer immer in seiner
Gegenwart denkt, er sei verlassen und arm,
der bleibt ein solcher, aber wer glaubt,
daß der Herr allen seinen Bedürfnissen
gerecht werde, der empfängt
alles von ihm.
Warum machst Du Dir Sorgen
vor wem hast Du Angst?
Wer kann Dich töten?
Die Seele kann weder geboren werden, noch sterben.
Was gut war, was geschieht, geschieht auch gut.
Was geschehen wird, wird auch gut geschehen.
Was vergangen ist, darüber solltest Du nicht nachdenken.
Mach Dir keine Sorgen über die Zukunft,
es geschieht alles wie es geschehen muß.
Was hast Du verloren, daß Du weinst?
Was hast Du mitgebracht, das Du verlieren konntest?
Was hast Du produziert, das nun weg ist?
Du hast nichts mitgebracht, was Du hattest, hattest Du bereits von hier.
Was Du gegeben hast, hast Du von hier gegeben.
Was Du genommen hast, nahmst Du von Gott.
Was Du gegeben hast, gabst Du von ihm.
Mit leeren Händen bist Du gekommen
und mit leeren Händen wirst Du wieder gehen.
Was heute Dir gehört, hat gestern jemanden anderen gehört
und in Zukunft wird es jemanden anderen gehören.
Du fühlst Dich glücklich, weil Du denkst es gehört Dir -
aber genau das ist der Grund für Deine Sorge.
Veränderung ist ein Gesetz der Welt,
Du denkst der Tod ist das Ende, nein, so ist das Leben.
In einem Moment kam Dir alles gehören,
im anderen Moment kannst Du alles verlieren.
Deins, meins, groß, klein, schön, häßlich sollten aus Deinem Herzen fort sein,
dann wirst Du sehen alles wird Dein sein und Du wirst in allem sein.
Der Körper ist nicht Dein und Du bist nicht der Körper;
Dieser Körper besteht aus: Feuer, Wasser, Wind., Erde und Himmel
und er wird auch in ihnen wieder vergehen, nur die Seele ist unsterblich.
Du bist nichts.
Öffne Dich zu Deinem Gott, Dein Glaube ist Deine große Unterstützung
und nur diese Unterstützung kann von Angst, Sorge und Kummer für
immer befreit sein.
Alles was Du tust, tust Du im Namen Gottes,
nur dann wirst Du in Deinem Leben Glückseligkeit erreichen.
Ursachen der Leiden
Was sind die Ursachen der Entstehung?
Das Nichtwissen ist die Ursache,
daraus entstehen die Vorstellungen,
die Vorstellungen sind die Ursache,
daraus entsteht das Bewußtsein,
das Bewußtsein ist die Ursache,
daraus entstehen Bezeichnung und Form,
Bezeichnung und Form sind die Ursache,
daraus entstehen die sechs Sinne,
die sechs Sinne sind die Ursachen,
daraus entsteht das Berühren,
das Berühren ist die Ursache,
daraus entsteht das Empfinden,
das Empfinden ist die Ursache,
daraus entsteht die Begierde
die Begierde ist die Ursache,
aus der Begierde entsteht die Besitznahme,
die Besitznahme ist die Ursache,
daraus entsteht das Werden,
das Werden ist die Ursache,
daraus entsteht die Geburt,
die Geburt ist die Ursache,
daraus entstehen Kummer, Schmerz und Wehklage, Alter und Tod.
Das sind die Ursachen der Entstehung aller Leiden.